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Kündigung

Eine Kündigung und damit verbunden der Verlust des Arbeitsplatzes bedeuten für viele Arbeitnehmer zugleich auch den Verlust ihrer wirtschaftlichen Existenzgrundlage. Nicht selten ist eine Kündigung mit Arbeitslosigkeit oder auch nur mit der verständlichen Angst vor dieser verbunden. Die sozialen Folgen des Arbeitsplatzverlustes sind ohnehin nur schwer zu ertragen. Auf der anderen Seite reagieren viele Arbeitnehmer nach Ausspruch einer Kündigung mit der eigenen “inneren” Kündigung. Das Hauptproblem vieler Arbeitnehmer ist daher zunächst die eigene Orientierungslosigkeit. Diese Fragen gilt es anzusprechen und zu klären, um die ganz individuellen Ziele des Mandanten nach Erhalt einer Kündigung zu ergründen und die weitere Vorgehensweise festzulegen.

Nach dem Ausspruch einer Kündigung durch den Arbeitgeber ist darüber hinaus Eile geboten.

Wird eine Kündigung ausschließlich mündlich ausgesprochen, ist diese zwar rechtlich unwirksam, trotzdem ist es ratsam, mit dem Fachanwalt den weiteren Umgang mit dieser Kündigung zu besprechen.

Wird die Kündigung schriftlich erklärt, ist es besonders wichtig, sofort mit dem Fachanwalt die weitere Vorgehensweise zu erörtern. Dies insbesondere deshalb, weil innerhalb einer Frist von drei Wochen nach dem Zugang des Kündigungsschreibens eine sogenannte Kündigungsschutzklage bei dem zuständigen Arbeitsgericht anhängig gemacht werden muss, weil die Kündigung mit dem Ablauf dieser Frist rechtswirksam wird. Und dies völlig unabhängig davon, ob die Kündigung ansonsten wirksam gewesen wäre.

Nach dem Erhalt einer Kündigung sollte daher sofort ein Besprechungstermin mit unserem Fachanwalt mit unserer Kanzlei vereinbart werden, zu welchem alle vorhandenen Arbeitspapiere einschließlich der letzten Gehaltsabrechnung mitgebracht werden sollten. In einem – zumindest nach Auffassung des Arbeitnehmers – unbelasteten Arbeitsverhältnis trauen sich darüber hinaus viele aus Angst vor einer Kündigung nicht, berechtigte Ansprüche gegen den Arbeitgeber geltend zu machen oder auf Missstände hinzuweisen. Zu klären ist häufig genug daher auch, ob solche Ansprüche tatsächlich bestehen, ob diese noch geltend gemacht werden können und ob dies sinnvoll ist. Auch in diesem Zusammenhang ist daher wichtig die Frage zu klären, ob überhaupt noch der Wunsch besteht, um den Arbeitsplatz zu kämpfen und weiterhin in dem Betrieb zu verbleiben oder es aber doch eher darum gehen soll, im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses eine möglichst hohe Abfindung für den Verlust des Arbeitsplatzes zu erzielen und letztendlich doch aus dem Betrieb auszuscheiden.

In diesem Zusammenhang sind dann natürlich auch die sozialrechtlichen Fragen zu klären. Insbesondere ob im konkreten Fall die Verhängung einer Sperrzeit durch die Agentur für Arbeit droht, welche Auswirkungen der Abschluss eines Aufhebungs- oder Abfindungsvertrages hierauf hat, in welcher Höhe eine mit dem Arbeitgeber vereinbarte Bruttoabfindung tatsächlich netto dann auch ausgezahlt wird und ob möglicherweise eine Anrechnung auf das Arbeitslosengeld mit einer Abfindungszahlung verbunden sein wird.